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Beckenbodentraining – vier Wege im Überblick

Vier Wege, den Beckenboden zu unterstützen – und ein paar Fragen, die bei der Auswahl helfen.

August 20265 Min. Lesezeit

Beckenbodentraining im Sitzen auf dem Beckenbodenstuhl – vollständig bekleidet im Beckenbodenstudio Oldenburg

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, den Beckenboden zu unterstützen. Welche Form sinnvoll ist, hängt von Ihrem Anliegen ab, von Ihrer persönlichen Situation – und davon, was sich in Ihren Alltag einfügen lässt. Ein Überblick über vier gängige Wege.

Bei aktiven Übungen spannen Sie die Beckenbodenmuskulatur bewusst an und lösen die Spannung wieder. Das braucht keine Hilfsmittel und lässt sich fast überall umsetzen. Die Schwierigkeit liegt oft am Anfang: Der Beckenboden liegt tief und lässt sich bewusst nur schwer ansteuern. Viele Menschen sind unsicher, ob sie überhaupt die richtige Muskelgruppe erreichen.

In angeleiteten Kursen üben Sie in der Gruppe und bekommen Rückmeldung zur Ausführung. Feste Termine geben Regelmäßigkeit, und der Austausch mit anderen kann entlasten – gerade bei einem Thema, über das viele lange nicht sprechen.

Physiotherapeutische Begleitung setzt an Ihrer persönlichen Situation an. Sie liegt besonders dann nahe, wenn konkrete Beschwerden bestehen oder eine Operation oder Geburt zurückliegt. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden; das klärt in der Regel die ärztliche Verordnung.

Beim gerätegestützten Training übernimmt ein Gerät die Ansteuerung der Muskulatur. Auf dem Beckenbodenstuhl lösen elektromagnetische Impulse Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur aus. Sie sitzen dabei vollständig bekleidet, aktive Übungen sind nicht nötig. Das kann ein Weg sein, wenn das bewusste Ansteuern schwerfällt oder wenig Zeit für ein tägliches Übungsprogramm bleibt.

Nicht jede Methode passt zu jeder Person. Für das Training auf dem Beckenbodenstuhl gelten Gegenanzeigen, darunter Schwangerschaft, ein Herzschrittmacher oder metallische Implantate. Was für Sie infrage kommt, lässt sich im persönlichen Gespräch klären.

Bei der Auswahl helfen ein paar einfache Fragen: Möchten Sie selbst aktiv üben oder lieber unterstützt trainieren? Wie viel Zeit lässt sich regelmäßig einplanen? Und gibt es Beschwerden, die zuerst ärztlich abgeklärt werden sollten?

Bei anhaltenden oder neu auftretenden Beschwerden steht die ärztliche Abklärung am Anfang. Sie ordnet ein, was dahintersteckt – und darauf lässt sich die Wahl des Trainings dann aufbauen.

Grundlagen zum Nachlesen: Beckenboden verstehen – Aufbau, Funktion und Bedeutung

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose.

FAQ

Häufige Fragen: Beckenbodentraining – vier Wege im Überblick

Welche Form von Beckenbodentraining ist die beste?

Die eine beste Form gibt es nicht. Aktive Übungen, angeleitete Kurse, physiotherapeutische Begleitung und gerätegestütztes Training haben jeweils eigene Stärken. Welcher Weg passt, hängt von Ihrem Anliegen, Ihrer persönlichen Situation und Ihrem Alltag ab.

Kann ich verschiedene Wege miteinander verbinden?

Ja, die Wege schließen einander nicht aus. Manche Menschen üben zusätzlich zu Hause, andere lassen sich parallel physiotherapeutisch begleiten. Bei bestehenden Beschwerden sollten Sie das mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.

Woran merke ich, ob ich die richtige Muskulatur ansteuere?

Das ist für viele die größte Hürde, weil der Beckenboden tief liegt und von außen nicht sichtbar ist. Eine fachliche Anleitung hilft dabei. Beim gerätegestützten Training stellt sich diese Frage nicht, weil die Impulse die Muskulatur direkt erreichen.

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